Sonja Quente schrieb am 08.06.2010 um 09:52 Uhr:
Ich habe lange mit mir gerungen, aber ich kann und will die zuvor geschriebene Kritik nicht einfach so im Raum stehen lassen. Wer an dem Wochenende die Ponykutsche, Buggys, Eisenbahn, Mal- und Bastelstraße, Kletterparcours, den Mittelaltermarkt der Sekundarschule sowie die Hüpfburg nicht gesehen hat, der muss Scheuklappen getragen haben.
Außerdem waren es Kinder und Jugendliche, die Freitag und Sonntag auf der Bühne standen und da Publikum begeisterten.
Essen und Trinken gehören dazu, denn nur dadurch finanziert sich ein Fest, oder durch Eintritt. Eintritt wurde nicht erhoben, so dass dies als „Geschenk“ an die Gäste zu werten ist.
Hier meine Antwort für den Menschen ohne Namen:
Ihre Kritik haben wir zur Kenntnis genommen! Das Fest wurde vom Verein zum Erhalt von historischer Feuerwehrtechnik und den Heimat- und Museumsfreunden organisiert und finanziert.
Jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Wichtig ist, dass überhaupt etwas getan wird und nicht nur Reden geschwungen werden, denn das hilft niemandem.
Kinder sind unsere Zukunft, da haben Sie Recht und es gibt auch nichts, was wichtiger ist. Darum hatten auch wir viel für Kinder im Programm. Natürlich nicht Freitagabend, da Kinder um diese Zeit nichts mehr draußen zu suchen haben. Für ihre Entwicklung ist ausreichend Schlaf erforderlich. Der Sonnabend sowie der Sonntag boten jedoch genügend Aktivitäten für Kinder. Sonntag ist das Programm zum Teil ins Wasser gefallen, was dem Wetter geschuldet war. Und wenn die Leute mit ihren Kindern an einem solchen Tag lieber zuhause bleiben, dann können wir das auch nicht ändern.
Freitagabend hätte man sich auch einfach der Musik hingeben können (schließlich und endlich standen da ja auch junge Leute auf der Bühne), und hätte nicht, um mit Ihren Worten zu antworten, nur saufen müssen.
Sommerbad und Schule stehen auf einem anderen Blatt! Dass es das Sommerbad noch gibt, darüber können wir froh sein. Denn, schauen Sie sich doch mal um, in vielen Städten wurden diese bereits geschlossen. In Lützen haben sich die Abgeordneten bisher immer für das Sommerbad entschieden, da es einfach zu Lützen gehört. Jetzt wurde es zwar verpachtet, existiert aber noch. Aber wenn eines Tages die übergeordnete Stelle die Schließung fordert, was dann? Hoffen wir, dass es nicht so weit kommt. Was tun Sie? Falls Sie Lützener Bürger sind, dann gründen Sie doch einen Verein zum Erhalt des Sommerbades. Manchmal ist so etwas hilfreich. Wir haben damals auch unseren Verein gegründet, um das Museum vor der Schließung zu bewahren. Jeder kann was tun und ist es ein auch noch so geringer Beitrag. Das ist jedenfalls sinnvoller als den Kopf in den Sand zu stecken und nur immer zu schimpfen.
Um den Erhalt der Schule wurde auch gekämpft, aber bedauerlicher Weise ohne Erfolg. Niemand hat die Schließung gewollt, aber bereits mit der Schließung des Gymnasiums, ist auch der Stab über der Sekundarschule gebrochen wurden, so meine Meinung. Ich bin in Lützen zur Schule gegangen und hoffe, dass meine Enkel nicht in der Gegend herum fahren müssen, um gute Bildung zu erfahren. Dafür werde ich mich einsetzen. Ich bin mir sicher, dass eine Lösung gefunden wird, dass in Lützen die Schule nicht stirbt, auch wenn es derzeit nicht danach aussieht.
Mit den Spielplätzen haben Sie Recht. Es ist angedacht, im kleinen Park (der ja zentral ist) einen zu errichten. Ich hoffe, es kommt dazu!
Ich habe Ihnen meine Sicht der Dinge dargelegt und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Sonja Quente
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